3 Fragen an: Ksenia Eroshina von ZWEITZEUGEN w.V.

20. Januar 2026

3 Fragen an: Ksenia Eroshina, ZWEITZEUGEN e.V.

Seit dem Berliner Demokratietag 2025 kooperieren wir mit dem Verein ZWEITZEUGEN e.V.. Uns verbindet das gemeinsame Ziel, Kinder und Jugendliche darin zu stärken, Haltung gegen Diskriminierung zu entwickeln und Verantwortung für eine vielfältige Gesellschaft zu übernehmen. 

ZWEITZEUGEN e.V. bietet niedrigschwellige Workshops für Kinder ab zehn Jahren, die sich besonders gut für Projekttage eignen und auch durch Kita- und Schulfördervereine unterstützt werden können. Ergänzend gibt es Bildungsangebote für Erwachsene und Pädagog*innen. 

Anlässlich des Tags des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus stellen wir den Bildungsansatz und die Workshop-Formate am 27. Januar 2026 in einer digitalen lsfb-Ideenwerkstatt vor – inklusive praktischer Einblicke. 

Wir waren im Gespräch mit Ksenia Eroshina, Bereichsleitung für die schulische Bildungsarbeit bei ZWEITZEUGEN e.V. 

Was ist eure Motivation, euch für Kinder, Bildung oder Engagement einzusetzen? 

Uns motiviert die Verantwortung, die persönlichen (Über)Lebensgeschichten von Holocaust-Überlebenden weiterzutragen, wenn Zeitzeug*innen selbst nicht mehr berichten können. Wir sind überzeugt, dass gerade Kinder und Jugendliche ausgehend von diesen Geschichten Empathie entwickeln und lernen, heute Haltung gegen Antisemitismus und Diskriminierung zu zeigen.  

Was bewirkt euer Engagement konkret – und für wen? 

Unser Engagement befähigt Kinder und Jugendliche ab etwa zehn Jahren, selbst zu Zweitzeug*innen zu werden und aktiv Verantwortung in der Erinnerungskultur zu übernehmen. Konkret stärkt unsere Bildungsarbeit Wissen, Empathie und Handlungskompetenz gegen Antisemitismus – in Schulen, außerschulischen Lernorten und digitalen Räumen. Auch mit Erwachsenen und insbesondere Pädagog*innen wie Lehrer*innen arbeiten wir daran. 

Und was braucht es, damit eure Arbeit langfristig wirken kann? 

Langfristige Wirkung braucht verlässliche Ressourcen, qualifizierte Bildungsreferent*innen und starke Kooperationen mit Schulen, Kommunen und Förderpartner*innen. Ebenso wichtig ist die kontinuierliche Weiterentwicklung unserer niedrigschwelligen, wirkungsorientierten Bildungsangebote, damit Erinnerung auch in Zukunft lebendig bleibt.